Synagogen

  • Piesport

Beim Novemberpogrom 1938 wurde nicht nur die Synagoge in Niederemmel geschändet, sondern auch das ehemalige Synagogengebäude in Müstert. Nach 1945 wurden die Gebäude nach Klärung der Restitutionsverfahren an Privatpersonen verkauft.

In Niederemmel existierte bereits im Jahr 1828 ein Betraum als jüdische Einrichtung. Den Gottesdienst in Niederemmel besuchten wohl damals schon Juden aus dem benachbarten Müstert. Diese ehemaligen Dörfer zählen heute zur Gemeinde Piesport. Als die Zahl der jüdischen Einwohner in beiden Orten anstieg, wurde der Bau einer Synagoge in Müstert beschlossen, weil dort mehr Juden als in Niederemmel lebten. Der Synagogenbau wurde 1854/55 verwirklicht. Bis Oktober 1930 feierten die jüdischen Familien dort ihre Gottesdienste. Danach wurde das Gebäude verkauft. Es diente fortan als Schmiedewerkstatt. Die Schmiede existiert heute nicht mehr. Umgebaut und vergrößert ist dort ein Wohnhaus entstanden.
Als Karl Endries senior seinen neuen Gasthof „Goldtröpfchen“ fertig gestellt hatte, verkaufte er 1929 das alte Gasthaus mit den dazu gehörenden Hausgrundstücken, Gebäuden und Hofraum an die Gebrüder Karl und Josef Levy. Diese übereigneten die im Mittelteil des Gebäudekomplexes gelegene Kegelbahn und den einige Stufen höher gelegenen Saal der jüdischen Gemeinde. Ihr Vorstand beschloss am 30. März 1930, den Raum zu einer Synagoge umzubauen. Er eignete sich von seiner Größe her mit den drei großen Bogenfenstern besonders gut für den Gottesdienst.
Am 10. Oktober 1930 wurde die Synagoge unter großer Anteilnahme der Bevölkerung und der Vereine feierlich eingeweiht. In einer Prozession wurden die Torarollen und Ritualien von der bisherigen Synagoge in Müstert zur neuen nach Niederemmel geleitet.



Auf der Karte

Heinrich-Schmitt-Platz 1

54498 Piesport

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Tel.: (0049) 6507 2027

E-Mail:

Webseite: www.piesport.de


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