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Judengasse

  • Trier

Das jüdische Viertel Triers war kein Ghetto, in dem die Juden zwangsweise leben mussten. Vielmehr schlossen sich die Juden, die schon in römischer Zeit in Trier gelebt hatten, freiwillig in „ihrem“ Viertel zusammen, nicht nur, um nahe der jüdischen Synagoge und Mikwe zu leben und unter ihren Glaubensgenossen zu sein, sondern auch, weil dieser eng umkreiste Bereich am Sabbat zu einem so genannten „Eruv“ wurde, in dem das Trageverbot zum Teil ausgenommen war und der Sabbat dadurch erleichtert wurde. Judengasse ist frei zugänglich.

Kurz vor dem Hauptmarkt führt rechts die Judengasse in das mittelalterliche Judenviertel. Die hier hergestellten antiken Gewichte mit hebräischen Kleininschriften bezeugen, dass es schon im ersten und zweiten Jahrhundert Juden im römischen Trier gab. Vom elften Jahrhundert an haben wir urkundliche Quellen über eine Trierer Judengemeinde.

1235 ließen vier Juden ihre Häuser auf der linken Seite der späteren Judengasse bauen. Die Keller sind spätromanisch; im heutigen IRISH PUB ist noch der zugemauerte Eingang zu einem Fluchttunnel zu sehen, der zur ummauerten Domstadt führte.

1349 wurden die Juden aus Trier vertrieben. Viele Juden wanderten Richtung Osten. Als die Juden nach 1600 wieder in die Stadt zurückgerufen wurden, hatten sie kein eigenes Viertel, sondern siedelten sich über die Stadt verstreut an. Durch die Vertreibung und Vernichtung im "Dritten Reich" ist die Trierer Judengemeinde heute recht klein (die neue Synagoge liegt in der Kaiserstraße).

Weitere Informationen: https://www.trier-info.de/sehenswuerdigkeiten/judengasse

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54290 Trier

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Judengasse ist frei zugänglich.

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