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In 65 Tagen

Die letzte Epiphanie


Norbert Glanzberg ist ein jüdischer Komponist, der in Würzburg aufgewachsen ist. Als aufstrebender Star am Himmel der UFA-Kinofilme komponierte er Stücke für die Comedian Harmonists und vertonte Filme des jungen Billy Wilder. Nach einer Verleumdungskampagne durch Josef Goebbels 1933 floh er, wo er zunächst in bitterer Armut als Gelegenheitsmusiker seinen Lebensunterhalt bestreiten musste. Ende der 30er Jahre begann er auch dort, sich als Komponist von Chansons einen Namen zu machen. In dieser Zeit begann auch seine Freundschaft zu Edith Piaf. Während der Besatzung Frankreichs wurde er gefangen genommen und sollte deportiert Freunde konnte er aus dem Gefängnis befreit werden und wurde unter anderem mit Hilfe von Edith Piaf bis zum Kriegsende versteckt. Nach dem Krieg wurde er zu einem der bedeutendsten Chanson Komponisten Frankreichs (z. B. Padam Padam oder Les grands Boulevards).
Im Alter wendete er sich wieder dem "klassischen" Komponieren zu und setzte sich hier auch mit seinen musikalischen und jüdischen Wurzeln auseinander. In einer Anthologie mit Gedichten von Opfern und Verfolgten des Nationalsozialismus fand er die Gedichte, die er in dem Liederzyklus „In Memoriam“ in einer klassisch-romantischen Weise vertont hat.

Norbert Glanzberg wollte mit seinem Werk „dem Schrecken die Schönheit“ gegenüberstellen. Von diesem Gedanken haben wir uns leiten lassen und kombinieren die Komposition Glanzbergs mit Volksliedvertonungen von Johannes Brahms, mit denen das Konzert beginnt. Die Kombination mit den möglichst "unschuldigen" und teilweise sehr bekannten Brahms Volksliedern verstärkt aus unserer werden. Mithilfe namhafter
Sicht den Zivilisationsbruch des vergangenen Jahrhunderts umso mehr, der in den Liedern Glanzbergs musikalischen Ausdruck findet. Insbesondere vor dem Hintergrund der Biographie Glanzberg, der sich kompositorisch ganz in der Tradition der deutschen Romantik gesehen und Johannes Brahms sehr geschätzt hat.
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April 2024

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