Höhepunkte des Rundwanderwegs "Römer, Ritter & Vulkane" sind die beiden Vulkane Neuerburger Kopf und Lüxeberg, der im Volksmund Lüxemkopf genannt wird.
Strategisch bedeutend lag der Vulkankegel des Neuerburger Kopfs zu Römerzeiten an der Handelsstraße Via Agrippa Koblenz -Trier. Noch Jahre später hieß er Mercuriusberg als Huldigung an Mercurius, den Gott des Handels. Überliefert ist außerdem der Bau zweier Burgen auf dem Gipfel: unbestimmt soll bereits ein Frankenkönig eine Burg errichtet haben. Faktisch belegt ist der Bau eines „Raubnestes“ durch Graf Wilhelm v. Luxemburg. Sein Nachfolger Erzbischof Albero erbaute später auf dem mons Mercurii ein novum castrum. 1689 wurde die Festung durch französische Truppen endgültig zerstört. Anfang des 18. Jahrhunderts nutzten die Neuerburger die Ruine als Steinbruch zum Wiederaufbau der, durch ein Feuer niedergebrannten, Siedlung. Heute erinnern spärliche Mauerreste auf dem Gipfel an die bewegte Geschichte.
Rund 7 km Rundwanderweg auf den Neuerburger Kopf und um den kleineren Lüxekopf mit geschichtlichen und geologischen Besonderheiten um die beiden ältesten Vulkane der Vulkaneifel.
Zieladresse ist der Parkplatz am Bürgerhaus in Neuerburg: Tannenstraße 6, 54516 Wittlich-Neuerburg
Neuerburg ist via ÖPNV erreichbar, aktuelle Fahrtzeiten der Busse in der Region Trier sind über die Internetseite www.vrt-info.de abrufbar.
Einige kostenfreie Parkplätze stehen am Bürgerhaus zur Verfügung.
Vom Parkplatz am Bürgerhaus aus führt der Rundweg zunächst nach links über schmale, beschauliche Pfade durch Neuerburg. Nach Überquerung der (vielbefahrenen) Eichenstraße beginnt der Aufstieg durch die schöne Buchenstraße, den alten Ortskern des Oberdorfs, auf den ehemaligen Vulkan.
Nach rund 100 Metern biegt der Rundweg auf Höhe des ehemaligen Gehöfts (1830) nach rechts ab in einen schmalen, aufsteigenden Wiesenweg, der am Ende in eine geteerte Zufahrt mündet. Weiter geht es linker Hand.
An der nächsten Kreuzung bieten sich zwei alternative Auf- und Abstiegstiegsmöglichkeiten:
Wandergästen, die lieber bergauf wandern, empfehlen wir den Aufsteig linker Hand über den naturbelassenen Waldpfad zum Andachtsplatz und den Abstieg über den befestigten Wirtschaftsweg. Wer einen deutlich anspruchsvolleren Abstieg über den Trampelpfad bevorzugt, wandert in umgekehrter Richtung und steigt geradeaus auf über den Wirtschaftsweg.
Nach der "Gipfelerstürmung" führt der Rundwanderweg ab der Kreuzung rund 100 Meter geradeaus an den Ortsrand. Hier geht es rechts ab auf einen naturbelassenen Wirtschaftsweg, der gesäumt wird durch eine markant aufragende Felswand aus rotem Sandstein. Bald erreicht der Weg das weite Tal der Wittlicher Senke mit friedlich grasenden Glan-Rindern des Scheuerhofs. Weiter geht es vorbei an den einladenen Feldern der Vielfaltsgärtnerei Feldfreude bevor der Weg kurz vor Bombogen linker Hand Richtung Lüxemkopf abbiegt. Der "Lüxe", mittelhochdeutsch für klein, beeindruckt mit der Sicht auf die imposante Sandsteinwand in einem der beiden ehemaligen Steinbrüche. Weiter geht es entlang der Wiese an den Ortsrand von Bombogen. Nach einem kurzen Anstieg über den geteerten Wirtschaftsweg schweift der Blick auf der Höhe bis zu den Moselbergen am Horizont, Bänke laden zu einer kleine Pause und zum Verweilen ein.
An der Abzweigung des geteerten Wirtschaftsweges biegt der Rundwanderweg hinter der Bank links ab und führt rund 100 Meter über einen Wiesenweg. Am Ende des Wäldchens geht es rechter Hand weiter über den Wiesen-Trampfelpfad. Bald wird der nächste Waldabschnitt erreicht. Über einen neu geschaffenen Waldweg wird der Polterplatz erreicht. Die anschließende rund 700 Meter lange Wanderung führt zunächst entlang hoch aufgeschichteter Holzstapel. Im Schatten alter Bäume und gesäumt von kleineren Felswänden wird der Wald schließlich verlassen. Die Weiher am Schattengraben komplettieren das entspannte Wandererlebnis und wer den Blick auf das Panorama des Neuerburger Kopfes in Ruhe genießen möchte nutzt eine der Bänke am Wasser für eine kleine Pause bevor es durch das Tal zurück nach Neuerburg geht.
Der Rundwanderweg "Römer, Ritter & Vulkane" ist in beide Laufrichtungen ausgeschildert und kann so auch in umgekehrter Richtung bewandert werden.
Die teils schmalen Pfade erfordern Trittsicherheit und gegebenenfalls eine entsprechende Ausrüstung in Form von Stöcken und /oder Wanderspikes.
Insbesondere der Abstieg vom Andachtsplatz über den naturbelassenen Pfad durch den Wald zurück auf den Wirtschaftsweg ist nur für geübte Wanderer zu empfehlen. Stöcke und/oder Wanderspikes zur Unterstützung sind hilfreich. Wandergästen, die Schwierigkeiten mit Bergab-Passagen haben, empfehlen wir den Aufstieg über den Waldpfad und den Abstieg über den befestigten Wirtschaftsweg.
Feste Schuhe und bei Bedarf Wanderstöcke und/oder Wanderspikes.
Auf dem Weg zum Gipfel finden sich interessante Gesteinsarten am Wegesrand, die die erdgeschichltiche Entwicklung in der Wittlicher Senke eindrucksvoll aufzeigen.