Impressionen Rundwanderung Bergweiler
Start: Rundwanderweg Bergweiler mit Fintenkapelle und Werthelstein Rundweg mittel 2 Std. 35 Min. 9.1 km

Rundwanderweg Bergweiler mit Fintenkapelle und Werthelstein

Die abwechslungsreiche Rundwanderung um Bergweiler startet am Dorfplatz im Unterdorf. Über die Römerstraße wird die Eifelgemeinde Richtung Wittlich verlassen. Nach Überquerung der Brücke geht es rechter Hand über einen geschlungenen Wiesenweg, ein kurzes Stück entlang der Autobahn, in Serpentinen hinunter zur bekannten Fintenkapelle. Die Fintenmadonna wird zum Beistand kranker Kinder und bei unerfülltem Kinderwunsch angerufen. Zahlreiche Votivtafeln in der kleinen Feldkapelle zeugen von ihrer Funktion als Bittort. Die Kapelle ist das Wahrzeichen Bergweilers und wird liebevoll gepflegt. Über den in Teilstücken geteerten Wirtschaftsweg geht es weiter, bald wird die Autobahn überquert und über den Schanzberg führt der Rundweg, teils über Wirtschafts-, teils über Waldpfade bis zum legendären Werthelstein. Der beeindruckende Quarzit-Felsblock steht an der Banngrenze Bergweiler/Dreis und ist Inspiration für amüsante Anekdoten. Durch den Wald, entlang des Karbachs geht es zurück ins Dorf.

Die rund 9 km lange, nicht durchgängig markierte, Runde um Bergweiler startet am Dorfplatz im Unterdorf und führt zur bekannten Fintenkapelle und dem legendären "Werthelstein".

Über die Autobahnen A1/A48 und A60, Abfahrt Wittlich Mitte oder Wittlich West. Richtung Stadtmitte, über Bergweilerweg/K44.

Aktuelle Informationen zu Fahrtzeiten und Preise der Linie 303 Wittlich - Bergweiler gibt es auf der Internetseite der Verkehrsregion Trier: www.vrt-info.de

Kostenfreie Parkmöglichkeiten gibt es am Dorfplatz im Unterdorf/Römerstraße.

Die interessante, rund 9 km, lange Wanderung um Bergweiler beginnt am Dorfplatz im Unterdorf in der Römerstraße. Über die Römerstraße wird Bergweiler Richtung Wittlich verlassen. Kurz hinter der Brücke rechts auf einen weichen Wiesenweg abbiegen. Der Weg führt ein kurzes Stück entlang der Autobahn und führt über Serpentinen mit einem schönen Fernblick hinunter zur bekannten Fintenkapelle. Die Fintenmadonna wird zum Beistand kranker Kinder und bei unerfülltem Kinderwunsch angerufen. Ursprünglich wurde das Gewicht des kranken Kindes in einer Krippe in Getreide abgemessen, um als Spende für die Kapelle verwendet zu werden. Zahlreiche Votivtafeln in der kleinen Kapelle zeugen auch heute noch von ihrer Funktion als Bittort. Architektonisch interessant ist die zur Frontseite gewendete kleine Kanzel. Ab 1741 war es notwendig, dass der Geistliche, da die Kapelle zu klein war, von dieser Außenkanzel zu den auf dem freien Feld vor der Kapelle versammelten Gläubigen predigte. Erstmals erwähnt wurde die Fintenkapelle 1656. Nach einem Gelübde der Eheleute Hubertus und Elisabeth Finten wurde die Kapelle im Barockstil 1717 wieder neu aufgebaut. Als Gegenleistung dafür, dass die Kapelle 1717 an die katholische Kirchengemeinde Bergweiler übertragen wurde, findet jährlich eine feierliche Prozession zu Ehren der heiligen Helena, am ersten Sonntag im August, von der Pfarrkirche in Bergweiler zu der Fintenkapelle statt. 1981 wurde die Kapelle als Kulturdenkmal unter Schutz gestellt, 2005 wurde sie durch freiwillige Helfer des Ortes aufwändig renoviert und erstrahlt seitdem in neuem Glanz. Die Fintenkapelle ist das Wahrzeichen des Ortes und wird von der Ortsgemeinde und der katholischen Frauen- und Müttergemeinschaft Bergweiler liebevoll gepflegt. Von der Fintenkapelle geht es über den, in Teilstücken geteerten, Wirtschaftsweg weiter Richtung Wittlich, an der nächsten Weggabelung (hier steht eine etwas in die Jahre gekommene Holzbank) rechts abbiegen und dem Weg folgen. Bald wird die Autobahn überquert. Dem Wirtschaftsweg folgen bis zur Kreuzung, rechts abbiegen, dann linker Hand weiter, die Straße überqueren und weiter über den Schorbach. Dem Weg folgen bis zur Einmündung in den Altricher Weg. Weiter über den Altricher Weg. In der scharfen Rechtskurve im Scheitelpunkt der Kurve geradeaus in den Wald abbiegen. Ab hier der Markierung Dr4 folgen. Nach 1700 m, trifft der Weg auf eine Kreuzung mit vier Wanderwegen. An der Kreuzung geradeaus weiter der Markierung Dr4 und Br2 rund 500 m bis zum Werthelstein folgen. Hinweis: Über den Wanderweg Be1, an der Viererkreuzung, scharf rechts abbiegen, wird Bergweiler in kurzer Zeit erreicht! Der Werthelstein (auch Werdelstein, Wedelstein oder Würstelstein, mundartlich Werdelsteen) ist ein beeindruckender Quarzit-Felsblock von etwa zwei auf drei Metern Querschnitt. Er steht an der Banngrenze, die hier den alten Weg von Bergweiler nach Dreis überquert. Der Begriff Wirtel (=Scheibe oder Kugel aus Ton, Stein oder Metall, die als Schwungrad für die Handspindel diente und seit der Jungsteinzeit verwendet wurde) bezieht sich laut Überlieferung auf eine Spinnerin, die im Felsen sitzt und spinnt. Sehr amüsant ist auch das Mundartgedicht D'Pitta von Berchweiler un dat Drääsa Frai'chen von Eduard Eltges, worin eine nächtliche Begegnung mit einem Geist am Werthelstein geschildert wird, eine richtige Spukgeschichte. Auf Höhe des Werthelsteins führt der Rundweg weiter geradeaus, jetzt bitte der Markierung Br2 rund 600 m folgen. Anmerkung: über Dr4 wird Bergweiler über eine kürzere Distanz erreicht! An der Kreuzung rechts abbiegen. Bergauf dem Weg zurück in Richtung Bergweiler folgen. In Begleitung des quirligen Karbachs geht es über rund 2,5 km zurück zum Dorfplatz in der Römerstraße.

Stöcke zur Unterstützung der bergauf- und bergab-Passagen werden empfohlen. 
Wanderschuhe mit gutem Profil, gegebenenfalls Wanderstöcke zur Unterstützung, Rucksack mit Verpflegung.

Die Rundwanderung ist nicht durchgängig markiert, in Teilen führt die Strecke über die Wanderwege Be2, Dr4 und über den Verbindungsweg Säubrennerroute.

Bergweiler, Unterdorf, Dorfplatz, Römerstraße