Bereits die Römer legten den Grundstein für eine zentrale Trinkwasserversorgung des antiken Triers. Sie bauten im 2. Jahrhundert n. Chr. eine 13 Kilometer lange Leitung, die Wasser aus dem Ruwertal mit erstaunlich geringem Gefälle nach Trier in die Nähe des Amphitheaters führte. Die Mindestfördermenge lag sogar über dem Wasserverbrauch der heutigen Stadt. Daher musste die Leitung entsprechend groß sein. An verschiedenen Standorten erscheint mittels moderner Visualisierungstechnik der ARGO-App die römische Wasserleitung wie in seiner Blütezeit.
Aber nicht nur in der Antike spielte das Ruwertal eine entscheidende Rolle für die Wasserversorgung der Stadt Trier. Auch das moderne Trier bezieht sein Wasser aus dem Ruwertal, und zwar aus der Riveristalsperre. Die Trinkwassertalsperre versorgt seit 1958 die Stadt Trier mit Wasser aus dem Hochwald. Der Höhenunterschied zwischen der Talsperre und der Stadt Trier ist so groß, dass das Wasser mit eigenem Gefälle fließt. Während die römische Wasserleitung entlang der Talflanken verlief, nimmt das Riveriswasser den kürzesten Weg und muss deshalb zweimal durch Stollen geleitet werden.
An allen Stationen könnt ihr euch über die QR-Codes Videos abrufen, die euch noch tiefer in die Geschichte eintauchen lassen.
Dass aus dem Ruwertal beste Rieslingweine stammen, ist recht bekannt. Aber Trinkwasser?
an der Tourist-Information Ruwer in Kasel (49°44'24.4„N 6°44'34.2“E)
am Originalstück der römischen Wasserleitung in Waldrach (49°44'24.4„N 6°44'34.2“E)
am Nachbau der römischen Wasserleitung an der Ruwertalstraße bei Waldrach (49°44'24.4„N 6°44'34.2“E)
am Wanderparkplatz an der Riveristalsperre (49°42'54.5„N 6°45'55.2“E)
An dieser Station kannst du noch tiefer in die Geschichte der römischen Ruwerleitung eintauchen. Fünf zusätzliche Tafeln zeigen anschaulich, was die Wissenschaft heute über Planung, Bau, Verlauf und Nutzung der Wasserleitung weiß. Grundlage sind die Forschungen von Dr. Florian Tanz.
In Richtung Riveris führt der Weg über Wald- und Feldwege und dann durch die Ortslage bis zum Spielplatz. Von hier führt eine Treppe bergauf, so dass bald über einen schmaler Pfad wieder ein idyllischer Waldweg erreicht wird. Entlang der Riveris erreichen wir dann den Endpunkt des Wanderweges am Parkplatz unterhalb der Riveristalsperre.
Jahreszeitlich- bzw. wetterbedingt ist auf einzelnen Wegeabschnitten eine erhöhte Trittsicherheit erforderlich. Tragen Sie daher der Jahreszeit und der Witterung angepasste Kleidung und Wanderschuhe mit entsprechendem Profil.
Hinter den QR-Codes verstecken sich spannende Antworten auf eure Fragen und interessante Facts zum historischen Erbe rund um die Trinkwasserversorgung aus dem Ruwertal!