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In 142 Tagen

Konzert - Ein Abend mit Balladen und Romanzen

Ein "Abend mit Balladen und Romanzen" Julia Vikman zu Gast in der Synagoge Wittlich

Es gibt eine Musiktradition, die im Westen zu selten zu hören ist: der osteuropäische Chanson. Lieder von Poeten und Komponisten, die — wie einst Jacques Brel oder Édith Piaf — ganze Generationen mit wenigen Akkorden und einem ehrlichen Wort bewegt haben.

Die Sängerin, Pianistin und Gitarristin Julia Vikman macht diese Tradition lebendig. Ihr Programm vereint die unvergesslichen Melodien der polnischen Ikone Anna German, die leidenschaftliche Tiefe Czesław Niemens, die poetische Melancholie Bulat Okudschawas — dem Liedermacher und Poeten, den man im Osten kennt wie Jacques Brel im Westen — die authentische bardische Kraft Zhanna Bichevskayas sowie ausdrucksstarke Lieder Wladimir Wyssozkis.

Darunter finden sich Melodien, die man im Westen längst kennt und liebt: „Schwarze Augen“ (u. a. in der Interpretation des großen deutschen Baritons Hermann Prey), die Originalversion des Welthits „Those Were the Days“ — eine alte russische Romanze, die bereits Alexander Vertinsky in den 1920er Jahren sang und die 1968 von Mary Hopkin unter der Produktion von Paul McCartney auf Platz 1 der europäischen Charts gebracht wurde —, „Herz im Schnee“ von Mikael Tariverdiev (einem Komponisten, den man im Westen oft mit Ennio Morricone vergleicht), Romanzen auf Verse von Rudyard Kipling („Die Zottelige Hummel“ / „Мохнатый шмель“) sowie „Launische Pferde“ („Кони привередливые“) von Wladimir Wyssozki, bekannt aus dem Hollywood-Film „White Nights – Die Nacht der Entscheidung“ (1985) von Taylor Hackford mit Mikhail Baryshnikov in der Hauptrolle.

Julia Vikman trägt diese Lieder mit tiefer Authentizität. Mit deutsch-polnisch-schwedischen Wurzeln, klassischer Klavierausbildung an der Musikakademie und als Tochter des Operndirektors Paweł Vikman, der Bulat Okudschawa persönlich kannte und seine Konzertreisen begleitete, steht sie fest in dieser europäischen Tradition. Sie stand bereits auf einer Bühne mit polnischen Legenden wie Maryla Rodowicz, Budka Suflera und Czerwone Gitary und war langjähriger Gast der internationalen Okudschawa-Festivals in Polen.

Einlass: 18.30 Uhr

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November 2026

Auf der Karte

Kultur- & Tagungsstätte Synagoge

Himmeroder Straße 44

54516 Wittlich

DE


Tel.: (0049) 6571 4433


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