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Heiliger Kommholmich in der Klausener Kirche

  • Klausen

Der "Heilige Kommholmich" in der Klausener Kirche soll heiratswilligen Frauen helfen, einen passenden Mann zu finden.

Die Rede ist vom "Heiligen Kommholmich", einer Abbildung auf einer Grabplatte in der Klausener Kirche. Was wirklich hinter dieser sagenhaften Gestalt steckt, erfuhren die Besucher eines Vortragsabends.

Was ist auf der Grabplatte zu sehen, die laut Volksglauben den Heiligen darstellt? Schlank von Gestalt, elegant gekleidet und in koketter Haltung ist Philipp, Herr zu Ottenesch, als edler Herr auf seinem Grabstein abgebildet. In der Turmhalle der Wallfahrtskirche Klausen hängt das 2,45 Meter große Relief des Edelmanns.

Im Volksmund wird dies Abbildung "Heiliger Kommholmich" genannt, weil früher heiratswillige Frauen das Grabmal aufsuchten. Dort zogen sie den Kommholmich an der "Bambelbox". "Dazu haben sie ihm mit den Fingern in die plastisch gearbeiteten Rillen der Pluderhose gefasst." So beschreibt Peter Dohms in seinem Buch über Eberhardsklausen 1968 den Brauch. Dieser Brauch führte dazu, dass ein Pfarrer 1870 einen Brief an den damaligen Bischof von Trier schrieb und ihn aufforderte, er solle veranlassen, dass der Pfarrer von Klausen, dieses Bild entferne. Doch es hängt bis heute.

Die heiratswilligen Frauen mussten dem heiligen "Kommholmich" übrigens sieben Mal hintereinander einen Besuch abstatten, bis sie einen Mann fürs Leben finden konnten. Ein Besuch beim Vortragsband mit dem Titel "Klausener Geschichten aus der Geschichte - vom Kommholmich und anderen" in Klausen reichte, um mehr über den Heiligen zu erfahren. Neben amüsanten Geschichten gab Gertrud Hoffmann bei dem Vortragsabend im Gasthaus Marmanns detaillierte Erklärungen zum Aufbau des Grabsteins und zum Familienleben des Philipps von Esch. Er war zweimal verheiratet, hatte ein eheliches und drei uneheliche Kinder. Als Burgherr zu Esch war er auch Hochgerichtsherr zu Krames und kurfürstlicher Hauptmann. Als solcher musste Philipp mit anderen Junkern 1522 Stadtmauer und Tore der Stadt Trier gegen Franz von Sickingen verteidigen. [1]

Kommholmich und Bampelbucks
Der Kommholmich von Klausen ist ein Bildrelief des Ritters Philipp von Esch, das sich in der Kircheneingangshalle rechts befindet. Das Berühren der Pluderhose von Philipp soll unverheirateten Frauen helfen, den Mann fürs Leben zu finden.
Die Bambelbucks dient dem selben Zweck. Dabei gibt es zwei verschiedene Meinungen, welches Bildnis sich hinter dem Begriff verbirgt. Für die einen ist die Bambelbucks die Hose (mundartlich: Bucks) von Philipp von Esch, die die Heiratswilligen berühren sollen.
Für die anderen ist damit die Gestalt eines Männchens gemeint, das auf der Säule in der vorderen linken Ecke der Kircheneingangshalle sitzt. Von diesem Männchen hing ein Strick herab. Das Ziehen an diesem Strick sollte den unverheirateten Frauen helfen, den Mann fürs Leben zu finden. 

Quelle: https://kulturdb.de/einobjekt.php?id=42727

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